SILKY4FUTURE

Hellblauer Hintergrund. Mittig Ladebalken halbvoll. Darüber Text: Future Loading. Unten links Logo Silky 4 Future. Blauer Silky Schriftzug mit Unterschrift in rot 4 Future. Oben rechts Bildmarke Molekül

SILKY4FUTURE -  Zukunft braucht Chancengerechtigkeit. 

Im landesweiten Verbundprojekt werden benachteiligte junge Menschen in Baden-Württemberg durch das Erlernen von FUTURE SKILLS auf ihrem Lebens- u. Berufsweg in die Zukunft begleitet. Im Fokus stehen dabei soziale Inklusion, Übergang Schule-Beruf u. Armutsbekämpfung. 

Armut junger Menschen ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck struktureller Ungleichheit. Armut grenzt aus und verbaut Zukunftschancen.

SILKY4FUTURE (Social Inclusion LABs for Kids and Youngsters) knüpft an die Erfolge der Vorgängerprojekte SILKY und SILKYplus an und begleitet junge Menschen ab 14 Jahren auf ihrem Weg zu einem gelungenen Leben. SILKY4FUTURE stärkt dabei Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Im Projekt werden Finanzkompetenz, soziale Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und Zukunftsperspektiven verbunden – konkret, niedrigschwellig und wirksam. 

Kinder- und Jugendarmut leitet sich stets aus der Armut der Eltern, des Familiensystems ab. Dieses wird nach Möglichkeit in die Arbeit mit einbezogen, so dass ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden kann. 

Zahlen, Daten, Fakten

Im Jahr 2024 sorgten sich laut Shell Jugendstudie 67% der Jugendlichen in Deutschland davor, mit ihrer Familie in Armut leben zu müssen. Diese Zahl ist von 52% im Jahr 2019 deutlich gestiegen und gibt einen Eindruck der psychischen Belastung durch Zukunftsängste junger Menschen (jM). 

In Baden-Württemberg ist nach wie vor fast jedes fünfte Kind/Jugendlicher unter 18 Jahren armutsgefährdet. Unter den 15-18-Jährigen handelt es sich um fast jeden vierten. Über alle Altersklassen hinweg gehören die 18-25-Jährigen zu den am stärksten durch Armut gefährdeten Personen. (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2024)

Bei jM unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund steigt das Armutsrisiko auf 29%. Dies ist drei Mal höher im Vergleich zu jM ohne Migrationshintergrund und hat Auswirkungen auf Diskriminierungs- erfahrungen, gerade auch im Kontext von Bewerbungsverfahren und des Berufseinstiegs. (Quelle: Gesellschaftsmonitoring Baden-Württemberg, Kurzanalyse Kinderarmut in BW 2025)

Besonders groß ist das Armutsrisiko für Kinder und Jugendliche (KuJ) von Alleinerziehenden. Die Armutsgefährdungsquote von Kindern in Haushalten mit einem Erwachsenen und einem Kind lag 2023 bei 39,7 % und war damit mehr als fünfmal so hoch wie von Kindern, die in Haushalten mit zwei Erwachsenen und einem Kind lebten (7,7 %). 

Grafik Zahen

Jugendliche, deren Eltern über längere Zeit SGB-II-Leistungen beziehen, haben schlechtere Chancen, eine Ausbildung zu beginnen und nehmen später eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die betroffenen jM sind zudem im Schnitt häufiger auf weitere SGB-II-Leistungen angewiesen. (Quelle: iab-forum.de / Serie: „Befunde au der IBA Grundsicherungsforschung“ zu Ausbildungs- und Beschäftigungschancen von Kindern aus Hauhalten, die längere Zeit SGBII Leistungen beziehen.)

Der Ansatz der Social Inclusion LABs und FUTURE SKILLS

Unser Ansatz: Social Inclusion LABs & FUTURE SKILLS

Die Social Inclusion LABs sind modulare Lern- und Gestaltungsräume. Gemeinsam mit Fachkräften erproben Jugendliche Strategien für gesellschaftliche Teilhabe und Armutsprävention.

Die Social Inclusion LABs

Die LABs

  • Future LAB: Berufsorientierung, Praxis-Checks und Abbau von Rollenklischees.
  • Finance LAB: „Let’s talk about money“ – Finanzkompetenz, Schuldenprävention und Antragshilfen.
  • Digital LAB: Medienkompetenz, Online-Bewerbung und digitale Teilhabe.
  • Social LAB: Empowerment, politische Bildung und soziale Teilhabe. 
  • LAB Gesundheit: Gesunde Ernährung, (mentale) Gesundheit.
  • LAB Wohnen: Unterstützung bei der Wohnraumsuche. 

 

Ansprechperson

Projektpartner

Das Projekt wird in Kooperation mit der Werkstatt Parität vom Paritätischen Baden-Württemberg koordiniert und mit acht starken Partnern in Baden-Württemberg umgesetzt. 

Logo der Werkstatt Parität: schritzug in grün und blau

(Teil-)Projektpartner

Eine vollständige Liste der Partner Angebote finden Sie in Kürze hier. 

Eine enge Kooperation entlang der Präventionsketten findet zudem mit den lokalen Präventionsnetzwerken gegen Kinderarmut statt. 

Förderung

Das Projekt SILKY4FUTURE wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus in Baden-Württemberg und aus Landesmitteln gefördert.

Logo des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg und der Europäischen Union