Die Teilnehmenden am Projekt haben mehrheitlich einen migrantischen Hintergrund. Viele kommen aus Osteuropa Oder Asien. Statt Talentförderung erleben sie Stigmatisierung: Sexarbeit / Prostitution als Makel, nicht als Erfahrung. Das behindert nicht nur berufliche Neuanfänge, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe. Dabei äußern die Teilnehmenden den Wunsch nach einem beruflichen Umstieg, etwa aus familiären oder finanziellen Gründen, doch der Weg dorthin ist oft schwerer, als in der Sexarbeit/ Prostitution zu bleiben. Oft fehlen Zugänge zu Sprachkursen, Umschulungen oder angemessenen Jobangeboten, die keine Offenlegung der vorherigen Tätigkeit in der Sexarbeit/ Prostitution im Lebenslauf notwendig machen.
WORKSplus begegnet diesen Herausforderungen mit innovativen, niedrigschwelligen Ansätzen: mobile und individuelle Beratung, Erarbeitung von neuen beruflichen Perspektiven sowie Sensibilisierung von Jobcentern und Arbeitgebenden. Die beruflichen Perspektiven? Meist in der Pflege, als Reinigungskraft und in der Gastronomie oder eine kleine Selbständigkeit im Kosmetikbereich.
Das überregionale Netzwerk wird in der Stadt Pforzheim und dem Landkreis Enzkreis von der Beratungsstelle Aspasia und Q-Prints & Services und in den Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis von der Beratungsstelle MISA durchgeführt. Koordiniert wird das Projekt durch die Werkstatt PARITÄT.
Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus den Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus in Baden-Württemberg und aus Landesmitteln.